Der Mensch als Energiesystem – Spannung, Widerstand & Energiefluss verstehen
- Gerhard Dörflinger
- 12. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Körper als Energiesystem – warum Spannung und Energiefluss wichtig sind.
Die Sichtweise vom Körper als Energiesystem hilft uns vielleicht dabei, Symptome, Spannung und Energiefluss besser zu verstehen.
Jede Narbe erzählt eine Geschichte.
Manche erinnern uns nur äußerlich an ein Erlebnis.
Andere spüren Menschen noch Jahre später.
Doch warum eigentlich?
Aus Sicht der Energielehre könnte eine Narbe mehr sein als nur veränderte Haut. Vielleicht verändert sie auch den Energiefluss und die Zellkommunikation im Körper.
Der Körper arbeitet elektrisch
Unser Körper funktioniert nicht nur chemisch, sondern auch elektrisch.
Jede Zelle besitzt eine Spannung.
Zwischen den Zellen fließen feinste elektrische Impulse.
Diese Kommunikation ermöglicht Regulation, Heilung und Informationsweitergabe.
Damit dieser Informationsfluss funktioniert, braucht es:
Spannung
Stromfluss
möglichst wenig Widerstand
Genau wie in der Elektrik.
Was passiert bei einer Verletzung?
Wird Gewebe verletzt – durch einen Schnitt, eine Verbrennung oder eine Operation – verändert sich dieser Bereich.
Aus Sicht der Energielehre entsteht dort ein erhöhter Hautwiderstand.
Man könnte sagen: Der Energiefluss wird gebremst.
Wie bei einem Gartenschlauch, der geknickt ist.
Hinter dem Knick staut sich Wasser.
Der Fluss verändert sich.
Und vielleicht passiert im Körper etwas Ähnliches:
Die Aufmerksamkeit bleibt genau dort hängen.
Denn überall dort, wo Widerstand entsteht, sammelt sich Spannung.
Energie folgt der Aufmerksamkeit
Viele Menschen kennen den Satz:
„Energie folgt der Aufmerksamkeit.“
Vielleicht gilt auch das Gegenteil:
Dort, wo Energie gestaut ist, bleibt Aufmerksamkeit gebunden.
Und genau das könnte erklären, warum manche Narben nicht nur körperlich, sondern auch emotional spürbar bleiben.
Der Körper erinnert sich: „Hier ist etwas passiert.“
Vielleicht ist das sogar sinnvoll.
Denn Narben könnten biologisch auch eine Schutzfunktion haben: Sie erinnern uns an Erfahrungen und Gefahren.

Warum Narben oft „weicher“ werden
Aus unserer Erfahrung verändert sich Narbengewebe häufig, wenn man den Bereich regelmäßig begleitet.
Durch Berührung.
Durch Cremen.
Durch Aufmerksamkeit.
Durch ein passendes Milieu.
Die Haut wird oft weicher, beweglicher und feiner.
Und manchmal verändert sich gleichzeitig auch die emotionale Spannung hinter der Geschichte.
Nicht weil Erinnerungen gelöscht werden.
Sondern weil die Information freier fließen darf.
Spannung – Stromfluss – Widerstand
Ein einfaches Bild aus der Elektrik hilft dabei, den Körper besser zu verstehen:
Spannung = Zellspannung
Stromfluss = Energiefluss / Zellkommunikation
Widerstand = Störfaktoren wie Narben, Stress oder emotionale Belastungen
Je größer der Widerstand, desto geringer der Fluss.
Und genau deshalb finden wir die Frage spannend:
Wie kann man dem Körper helfen, wieder besser zu regulieren?
Heilung bedeutet vielleicht nicht vergessen
Vielleicht bedeutet Heilung nicht, dass eine Erfahrung verschwindet.
Vielleicht bedeutet Heilung, dass die Spannung dahinter geringer wird.
Die Narbe bleibt.
Die Erinnerung bleibt.
Aber der Körper muss die Geschichte nicht dauerhaft festhalten.
Vielleicht darf sie wieder fließen.



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